Presse Die Presseberichte
haben keine Sortierung nach dem Erscheinungsdatum. Wenn
neue
A.E. Johann
Juni 2010 Dieser Artikel ist wahrscheinlich aus 1937.
v
Pressemitteilung A. E. Johann in einem Buch mit GoetheWohn- und Wirkungsstätten des Schriftstellers als literarische Reiseziele ausgewiesenWas haben Hermann Hesse, Erich Kästner, Johann Wolfgang von Goethe, die Brüder Grimm und Theodor Storm gemeinsam? Richtig, sie alle waren bekannte Schriftsteller, und sie alle sind in dem Buch Deutsche Literaturlandschaften vertreten, einem Reiseführer, der mehr als 80 Reiseziele aus der Welt der Literatur beschreibt. Neu in diesem illustren Kreis ist A. E. Johann (1901 1996). In der aktuellen Ausgabe des 96 Seiten starken Bandes finden sich unter dem Buchstaben O wie Oerrel biografische Informationen zu diesem Autor, der mit insgesamt rund 80 Büchern und einer Gesamtauflage von fast 20 Millionen Exemplaren als der erfolgreichste deutschsprachige Reiseschriftsteller gilt. Als literatische Bezugspunkte werden das Arbeitszimmer, die Grabstelle und der A. E. Johann-Weg in Oerrel sowie das A. E. Johann-Haus und der A. E. Johann-Weg in Groß Oesingen aufgeführt. Auch Hinweise auf die Radwandertour auf den Spuren von A. E. Johann durch die Südheide und auf weitere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung fehlen nicht. Für die Aufnahme von A. E. Johann in die Deutschen Literaturlandschaften hatte sich die A. E. Johann-Gesellschaft eingesetzt. Das ist für die Region, in der A. E. Johann mehr als die Hälfte seines Lebens, nämlich 48 Jahre, verbrachte und die meisten seiner Bücher schrieb, auch aus touristischer Sicht ein Erfolg, betonte Vorsitzender Rudi Zülch. Kulturreisen auf den Spuren bekannter Persönlichkeiten würden sich seit Jahren steigender Beliebtheit erfreuen, sagte Zülch. Insofern sei es besonders zu begrüßen, dass nun auch der Landkreis mit einem literarischen Reiseziel aufwarten könne. Das Buch Deutsche Literaturlandschaften (ISBN 3-926304-07-3) ist für sechs Euro über den Buchhandel zu beziehen.
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine vom 27. März 2010-Sonntagszeit
Pressemitteilung vom 15.09.2009
Buchempfehlung aus der "Calluna"
Berichte zu dem Buch "Ans dunkle Ufer", erschienen im Thienemann Verlag (2008)
Bericht aus der Isenhagener Kreisblatt undAller-Zeitung vom 22./26.10.07
Bericht aus der "Calluna" - Frühling 2007
Berichte
von der 3. A.E. Johann-Veranstaltung
Bericht aus der Vossischen Zeitung vom 26. Mai 1927
Berichte
von der 2. A.E. Johann-Veranstaltung
Pressebericht aus der "Aller-Zeitung"
Berichte
von der 1. A.E. Johann-Veranstaltung
Auszug aus der Monatszeitung "Lutherische Kirche" 12/96
|
*/* |
Am See Pourquoipas
Über A. E Johanns Roman "Aus dem Dornbusch"
Seit Jahrzehnten gehört der jetzt 71 jährige A. E. Johann fraglos zu den besten Reiseschriftstellern der Welt. Seine Romane "Im Strom" und "Das Ahornblatt" kenne ich leider nicht, mit dem dritten "Aus dem Dornbusch", der jetzt die Trilogie abschließt, dringt er in die Nähe des alten Wilhelm Raabe vor. Neben einer Ranch, die von einem herrlich gezeichneten skandinavischen Ehepaar bewirtschaftet wird, hat sich Hans Reckel seinen Alterssitz eingerichtet, mit einem Blick auf den klaren Bergsee, der Pourquoipas heißt (Warum nicht?), in den einsamen Wäldern Nordwestkanadas. Er hilft mähen und jagen, hält Freundschaft zu den Pferden, vor allem .zu Betsy und dem alten Hengst Spotty. Aber die Vergangenheit läßt ihn auch in der Idylle nicht los, der Sohn bringt, ein wenig vorwurfsvoll, das verschollene Tagebuch seiner Mutter.
Reckel hatte 1932, angewidert vom Hader, die deutsche Heimat verlassen und war Kanadier geworden. 1939 kehrte er mit seiner Frau zu einem Besuch zurück und wurde bei Kriegsausbruch auf einem damals polnischen Gut in Westpreußen vom Einmarsch der Deutschen überrascht, die den feindlichen Ausländer" als Gutsverwalter dienstverpflichteten. Die Problematik dieser Landschaft zwischen nationalen Leidenschaften tut sich auf, mit der Gutsbesitzerin, die wirklich eine Herrin ist, mit den polnischen Ergebnissen. Auf der Flucht vor den Russen wird der Treck in einem Hohlweg von Panzern zermalmt, nur Reckel kommt davon, weil er vorausritt, um einen Flußübergang zu erkunden.
Reckel schlägt sich zu den Amerikanern durch und hofft auf baldige Heimkehr nach Kanada. Aber das Militär arbeitet mißtrauisch und mit preußischer Gründlichkeit. Sogar Waltert Trockenholt wird nach Marburg zur Gegenüberstellung zitiert, ein Professor aus hanseatischem Kaufmannshaus, der während des Krieges als Oberstleutnant der Nachrichtentruppe Freundschaft mit Reckel geschlossen hatte und von ihm nach dem 20. Juli in einer Jagdhütte versteckt wurde, eine köstlich gezeichnete Gestalt. Freundschaften entwickeln sich auch im Camp, dauerhafte zwischen Männern, die nicht viel Worte machen.
So durchdringen sich Erinnerungen aus dem Dornbusch wirrer Zeiten und beruhigte Gegenwart. Wehmut, von Abendsonne mild erwärmt. Trotz des besinnlichen Erzählertons sind es die Schilderungen von Natur und Kreatur, die unvergeßlich bleiben, zum Schönsten gehörten auch die Szenen mit der Adoptivtochter, die das Nachwort schreibt. Denn Reckel fällt schließlich durch eine erschreckte Bärenmutter und wird durch die Hufe des rasenden Hengstes Spotty gerächt.
v


v
